Battery Use Case, Mini-Environment, Digitalisierung der Batteriezellfertigung

Fraunhofer FFB präsentiert innovative Lösungen für die Batteriezellproduktion auf der Hannover Messe

Pressemitteilung /

Die effiziente und skalierbare Produktion von Batteriezellen und -packs spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft der E-Mobilität. Die Fraunhofer FFB präsentiert gemeinsam mit neun Partnerunternehmen auf der weltgrößten Industriemesse (31. März bis 4. April 2025, Halle 6, Stand D62) innovative Lösungen für die industrielle Batteriezellen- und Packfertigung. Anhand eines modellhaften Fertigungsprozesses wird gezeigt, wie robotergestützte Technologien die Produktion optimieren können.

Münster. Die Anforderungen an die Batteriezellproduktion verändern sich stetig: Flexibilität, Transparenz und intelligente Prozesse sind entscheidend für die Zukunft der E-Mobilität. Erstmals zeigt die Fraunhofer FFB auf der Weltleitmesse der Industrie Lösungen für die industrielle Batteriezellen- und Packfertigung. »Batterieforschung und industrielle Fertigung werden zunehmend komplexer und vielschichtiger«, sagt Dr. Jonathan Krauß, Bereichsleiter »Digitalisierung der Batteriezellproduktion« der Fraunhofer FFB. »Gleichzeitig erfordert der Wettbewerb aus Asien eine strategische Zusammenarbeit in Europa. Nur durch gebündelte Kräfte können wir eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Batteriezellproduktion aufbauen.« 

© Deutsche Messe
Erstmalig präsentiert die Fraunhofer FFB auf der der Hannover Messe gemeinsam mit neun Partnerunternehmen eine visionäre Demonstration der Batteriezellfertigung der Zukunft.

Technologische Highlights am Messestand

Im Rahmen des Battery Use Case auf der Hannover Messe gestaltet die Fraunhofer FFB gemeinsam mit Bosch Rexroth, DBR 77, FANUC, IBG, KEYENCE, LENZE, SCHUNK und Vision Lasertechnik eine visionäre Demonstration der Batteriezellfertigung der Zukunft. Der rund 100 m² große Demonstrator zeigt live zentrale Schritte der EV-Batterieproduktion – von präzisen Zellfertigungsprozessen bis hin zu intelligentem Re-X-Recycling. Die Fraunhofer FFB bringt hier ihre Expertise insbesondere im Bereich der Zellfertigung ein.

Innovativer Mini-Environment-Ansatz für effizientere Batteriezellproduktion

Erstmalig wird in diesem Zuge ein autarker Mini-Environment-Ansatz präsentiert, der in eine automatisierte Produktionslinie integriert wird, um prismatische Batteriezellen per Laser zu verschweißen. »Mit der Transporteinheit setzen wir einen neuen Maßstab in der Produktionstechnologie«, sagt Marius Heller, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe »Assemblierung und Formierung«. »Dank dieses Systems könnte zukünftig auf große Rein- und Trockenräume verzichtet werden, was zu erheblichen Einsparungen bei Energie und Investitionskosten führt«. 

Digitale Zwillinge und VR: Batteriezellproduktion hautnah erleben

Ergänzend zum realen Aufbau beteiligt sich die Fraunhofer FFB auch auf digitaler Ebene. Mithilfe einer virtuellen Gebäudemodellierung wird die »FFB PreFab« als offene Batteriezellfabrik für Forschung und Entwicklung greifbar. Dazu fließen die digitalen Inhalte in den Digitalen Zwilling der Firma DBR77 ein. »Mit dem Einsatz digitaler Zwillinge und VR-Technologie ermöglichen DBR77 und die Fraunhofer FFB den Besuchern, die einzelnen Produktionsschritte hautnah zu erleben und zu verstehen, wie nachhaltige Wertschöpfungsketten für die Batteriezellproduktion entstehen können«, sagt Dr. Jonathan Krauß.

Workshop des Technologie-Clusters Batteriezelle: Innovationen und Networking

Am dritten Messetag (Mittwoch, 2. April 2025,10 Uhr) lädt das Technologie-Cluster Batteriezelle – bestehend aus Capgemini, Fraunhofer FFB, PEM Motion und dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen – im Cosmopolitan Restaurant auf dem Messegelände Interessierte exklusiv zu einem praxisnahen vierstündigen Workshop ein. Dr. Kristina Borzutzki, Gruppenleiterin »Verfahrenstechnik« an der Fraunhofer FFB wird als Expertin an einer Round-Table-Diskussion teilnehmen. Neben zwei Keynotes bietet die Veranstaltung zudem Raum für intensives Networking.

Während der gesamten Woche sind fachliche Ansprechpartner der Fraunhofer FFB am Gemeinschaftsstand (Halle 6, Stand D62) anwesend, um den Besuchern detaillierte Informationen und Einblicke in die präsentierten Technologien zu geben.

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